Das Tiroler Fischereigesetz (TFG) LGBl. Nr. 54/2002 - Kurzdarstellung

 

Im Jahre 1952 wurde das Tiroler Fischereigesetz novelliert und 1993 mit dem neuen Tiroler Fischereigesetz und der Gründung des Tiroler Fischereiverbandes fortgesetzt. 2002 wurde ein neues Tiroler Fischereigesetz beschlossen. Die fischereiliche Nutzung ist ein von alters her ausgeübtes Privatrecht (Eigentum), das teilweise seit 1840 grundbücherlich eingetragen ist. Die Fischerei ist in Tirol ein festgeschriebener Teil der Landeskultur. Diese legitime Form der Landnutzung ist für Fischereiberechtigte, Bewirtschafter, Pächter und Fischzüchter auch ein Erwerbs- und Wirtschaftsfaktor.

Das TFG ist die Gesamtheit von Rechtsgrundlagen und gesetzlichen Regelungen (Durchführungsverordnung) die die Fische und Fischerei betreffen.

Das Fischereigesetz hat zum Ziel, die Erhaltung bzw. erforderliche Wiederherstellung eines natürlichen, artenreichen und gesunden Bestandes an Wassertieren sowie die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Lebensgrundlagen für diese Wassertiere.

Im Fischereirecht wird die Ausübung der Fischerei und des Fischfanges geregelt.

Grundsätzlich darf der Fischfang nur von Personen ausgeübt werden, die eine Fischereikarte: Namenskarte (Jahreskarte), Gastkarte (Tageskarte), Erlaubnisschein (Angelteiche) besitzen, aus der die Befugnis zur Ausübung des Fischfanges in einem bestimmten Fischereirevier oder Angelteich hervorgeht. Die Voraussetzung der fachlichen Eignung für die Erlangung einer Fischereikarte ist derzeit die TFV-Unterweisungsbestätigung.

Der Schutz der Reviere vor unbefugter Ausübung der Fischerei (Fischereischutz) und Überwachung der Einhaltung der Bestimmungen des Gesetzes und der dazu erlassenen Verordnungen wird durch Fischereiaufsichtsorgane ausgeübt.

Strafbestimmungen: Das Gesetz sieht Geldstrafen bis Euro 3633 vor. Hierzu sei aber bemerkt, dass der Eingriff in ein fremdes Fischereirecht nach dem Strafgesetzbuch strafbar ist. Dieses sieht Freiheitsstrafen bis zu 6 Monaten oder Geldstrafen vor. Im Falle eines schweren Eingriffes Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren.