Kleine Fischretter:innen ganz groß. Unterwegs in Weißenbach am Lech

Manchmal braucht es gar nicht viel, um Begeisterung für die Natur zu wecken – ein Klassenzimmer, spannende Geschichten und die Chance, selbst aktiv zu werden

Am 14. März waren die Naturparkführer Peter Amann und Wolfgang Schweißgut zu Besuch in der 3. Klasse der Volksschule Weißenbach. Gemeinsam mit den Kindern begaben sie sich auf eine Reise unter die Wasseroberfläche des Lech. Dabei reichte die Spannbreite von kleinen Wasserinsekten bis hin zu den Fischen – und schnell wurde klar: Im Lech ist derzeit einiges aus dem Gleichgewicht geraten. Ganz besonders bei den Forellen zeigt sich die Situation deutlich.
Statt der üblichen 10 bis 20 Fische, die sich zum Laichen treffen sollten, sind es oft nur noch wenige.

Umso wichtiger sind Maßnahmen, die den Bestand unterstützen – wie etwa das Cocooning.

Die Kinder waren sofort mittendrin statt nur dabei: neugierig, interessiert und voller Fragen.
Was ist Cocooning? Wie funktioniert das? Was können wir dabei tun? Was passiert hier genau?
Nachdem alle Fragen theoretisch geklärt waren, freuten sich alle auf den praktischen Teil: ab an den Lech!

Ein paar Tage später, am 23. März ging es gemeinsam mit Georg Holzer direkt hinaus ans Wasser. Ausgestattet mit viel Neugier und einer Portion Abenteuerlust halfen die Schüler: innen beim Öffnen der Cocooning-Boxen, zählten die kleinen Bachforellen und setzten sie vorsichtig in ihr neues Zuhause aus – ein ganz besonderer Moment für die Kinder.

Die Freude war riesig, als sich zeigte, wie erfolgreich die Aufzucht war: Mit einer Schlupfrate von rund 90 % konnte man mehr als zufrieden sein.

Noch schöner war jedoch zu hören, was die Kinder am Ende des Tages sagten: Sie wollen ihren Eltern von diesem Erlebnis erzählen – und künftig selbst darauf achten, dass es den Fischen im Lech gut geht.

Und genau darum geht es: Bewusstsein für die Natur, unsere Gewässer und ihre Bewohner zu schaffen.

Zum Abschluss gab es noch eine wohlverdiente Brotzeit direkt am Wasser, bevor es – müde, aber glücklich – zurück in die Schule ging.

Ein Tag, der zeigt: Begeisterung für Natur- und Gewässerschutz beginnt früh. Und manchmal sind es genau diese kleinen Erlebnisse, die langfristig Großes bewirken.